Traditionelle Heilkundige — Ärztliche Persönlichkeiten im Vergleich der Kulturen und medizinischen Systeme / Traditional Healers — Iatric Personalities in Different Cultures and medical Systems [electronic resource] : Beiträge und Nachträge zur 6. Internationalen Fachkonferenz Ethnomedizin in Erlangen, 30.9–3.10.1982 /

Geißel in den weniger entwickelten tropischen Ländern sind die (im weitesten Sinne) infektiösen Erkrankungen, und gerade gegen sie vermag die Val ksmedi zi n zumeist weniger auszurichten als unsere hochentwickelte Pharmazie (vgl. H. VELIMIROVIC in diesem Band). Es mag einen "unspezifischen Heiler-Effekt" geben, etwa das, was man hierzulande z. T. etwas abschätzig als die "Droge Arzt" bezeichnet. Wenn man einige Hei 1 er aus einer gegebenen Ethni e quasi als Consi 1 i ari i zu einem Patienten rufen würde, kämen sie, das ist jedenfalls die Erfahrung aus Melanesien, wahrscheinlich selten zu einer einheitlichen Diagnose. Daß sie desungeachtet ihre Rolle als Ärzte, wenn auch selbstverständ­ lich mit unterschiedlichem Erfolg, ausfüllen, ist vermutlich gerade in dem 'Heiler-Effekt' begründet, zu dessen Wirksamwer­ den ohne Zweifel eine gehörige Portion Wissen und (im besten Sinne) Intuition, also Heilkunst nötig ist. Die Antwort des menschlichen Organismus auf materielle und immaterielle Stressoren ist trotz der unleugbaren Verschieden­ heit der Kulturen prinzipiell ähnlich. Wenn aber die unendlich bunt erscheinende Palette der therapeutischen Ansätze nichts­ destoweniger dazu führt, daß Patienten überall auf der Erde immer wieder von den Heilern ihrer Heimat Behandlung erbitten, müssen Vorgänge eine Rolle spielen, die im Heilungssuchenden selbst, nicht in der Weise der Therapie begründet sind.

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Main Authors: Schiefenhövel, Wulf. author., Schuler, Judith. author., Pöschl, Rupert. author., SpringerLink (Online service)
Format: Texto biblioteca
Language:ger
Published: Wiesbaden : Vieweg+Teubner Verlag : Imprint: Vieweg+Teubner Verlag, 1986
Subjects:Social sciences., Medicine., Complementary medicine., Medicine, Anthropology., Social Sciences., History of Medicine., Complementary & Alternative Medicine., Medicine/Public Health, general.,
Online Access:http://dx.doi.org/10.1007/978-3-663-13901-0
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Traditionelle Heilkundige — Ärztliche Persönlichkeiten im Vergleich der Kulturen und medizinischen Systeme / Traditional Healers — Iatric Personalities in Different Cultures and medical Systems [electronic resource] : Beiträge und Nachträge zur 6. Internationalen Fachkonferenz Ethnomedizin in Erlangen, 30.9–3.10.1982 /
description Geißel in den weniger entwickelten tropischen Ländern sind die (im weitesten Sinne) infektiösen Erkrankungen, und gerade gegen sie vermag die Val ksmedi zi n zumeist weniger auszurichten als unsere hochentwickelte Pharmazie (vgl. H. VELIMIROVIC in diesem Band). Es mag einen "unspezifischen Heiler-Effekt" geben, etwa das, was man hierzulande z. T. etwas abschätzig als die "Droge Arzt" bezeichnet. Wenn man einige Hei 1 er aus einer gegebenen Ethni e quasi als Consi 1 i ari i zu einem Patienten rufen würde, kämen sie, das ist jedenfalls die Erfahrung aus Melanesien, wahrscheinlich selten zu einer einheitlichen Diagnose. Daß sie desungeachtet ihre Rolle als Ärzte, wenn auch selbstverständ­ lich mit unterschiedlichem Erfolg, ausfüllen, ist vermutlich gerade in dem 'Heiler-Effekt' begründet, zu dessen Wirksamwer­ den ohne Zweifel eine gehörige Portion Wissen und (im besten Sinne) Intuition, also Heilkunst nötig ist. Die Antwort des menschlichen Organismus auf materielle und immaterielle Stressoren ist trotz der unleugbaren Verschieden­ heit der Kulturen prinzipiell ähnlich. Wenn aber die unendlich bunt erscheinende Palette der therapeutischen Ansätze nichts­ destoweniger dazu führt, daß Patienten überall auf der Erde immer wieder von den Heilern ihrer Heimat Behandlung erbitten, müssen Vorgänge eine Rolle spielen, die im Heilungssuchenden selbst, nicht in der Weise der Therapie begründet sind.
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Wenn man einige Hei 1 er aus einer gegebenen Ethni e quasi als Consi 1 i ari i zu einem Patienten rufen würde, kämen sie, das ist jedenfalls die Erfahrung aus Melanesien, wahrscheinlich selten zu einer einheitlichen Diagnose. Daß sie desungeachtet ihre Rolle als Ärzte, wenn auch selbstverständ­ lich mit unterschiedlichem Erfolg, ausfüllen, ist vermutlich gerade in dem 'Heiler-Effekt' begründet, zu dessen Wirksamwer­ den ohne Zweifel eine gehörige Portion Wissen und (im besten Sinne) Intuition, also Heilkunst nötig ist. Die Antwort des menschlichen Organismus auf materielle und immaterielle Stressoren ist trotz der unleugbaren Verschieden­ heit der Kulturen prinzipiell ähnlich. Wenn aber die unendlich bunt erscheinende Palette der therapeutischen Ansätze nichts­ destoweniger dazu führt, daß Patienten überall auf der Erde immer wieder von den Heilern ihrer Heimat Behandlung erbitten, müssen Vorgänge eine Rolle spielen, die im Heilungssuchenden selbst, nicht in der Weise der Therapie begründet sind.Der Heilkundige. Einführende medizingeschichtliche Aspekte -- Einige Aspekte zur Frage der Typologie von Heilkundigen -- Volkstümliche „Sympathie“-Behandlungen — Ein schwieriges Gebiet zwischen „Gebet“, „Placebo“ und „Magie“ mit einem Bericht des Heilkundigen G. „Müller“: „Wie ich Kranke behandle“ -- „Ich bin der Abort der Wissenschaft.“ — Zu Besuch bei einem traditionellen Heilkundigen in Österreich -- Materialien zum Spruchheilen in der Eifel -- Heilkundige des Antoniusfeuers in Ungarn -- Feuerfunken als Heilmittel: Materialien -- Folk Medicine in Venezuela -- Der Medizinmann bei den Kamayura in Zentralbrasilien -- EI rostro de las deidades. 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Wenn man einige Hei 1 er aus einer gegebenen Ethni e quasi als Consi 1 i ari i zu einem Patienten rufen würde, kämen sie, das ist jedenfalls die Erfahrung aus Melanesien, wahrscheinlich selten zu einer einheitlichen Diagnose. Daß sie desungeachtet ihre Rolle als Ärzte, wenn auch selbstverständ­ lich mit unterschiedlichem Erfolg, ausfüllen, ist vermutlich gerade in dem 'Heiler-Effekt' begründet, zu dessen Wirksamwer­ den ohne Zweifel eine gehörige Portion Wissen und (im besten Sinne) Intuition, also Heilkunst nötig ist. Die Antwort des menschlichen Organismus auf materielle und immaterielle Stressoren ist trotz der unleugbaren Verschieden­ heit der Kulturen prinzipiell ähnlich. Wenn aber die unendlich bunt erscheinende Palette der therapeutischen Ansätze nichts­ destoweniger dazu führt, daß Patienten überall auf der Erde immer wieder von den Heilern ihrer Heimat Behandlung erbitten, müssen Vorgänge eine Rolle spielen, die im Heilungssuchenden selbst, nicht in der Weise der Therapie begründet sind.Social sciences.Medicine.Complementary medicine.MedicineAnthropology.Social Sciences.Anthropology.History of Medicine.Complementary & Alternative Medicine.Medicine/Public Health, general.Springer eBookshttp://dx.doi.org/10.1007/978-3-663-13901-0URN:ISBN:9783663139010